Als das Schützenhaus am Stadtpark um die Jahrhundertwende gebaut wurde, legten die Schützen ihren Schießstand genau zwischen den Schützenplatz und den Stadtpark. Er konnte vom Schützenplatz über eine Treppe direkt erreicht werden. Nach dem Bau der Kegelbahnen im Schützenhaus wurde der Eingang um 90° versetzt, so dass der jetzt noch bestehende Eingang nur über den Seiteneingang des Schützenhauses erreicht werden konnte.

Bei dem Schießstand selber handelte es sich um einen "offenen" Stand mit 5 KK-Bahnen für 50 Meter von dem eine Bahn auf 100 Meter verlängert werden konnte. Parallel dazu verlief ein Stand mit 5 Pistolenbahnen für 25 Meter, der durch eine Klinkermauer abgeschirmt war. Beide Stände waren mit Vordächern und waagerechten Holztraversen gegen Fehlschüsse gesichert.

Im Jahre 1976 wurden dann Aufgrund von Beschwerden wegen Lärmbelästigung einige Schallmessungen durchgeführt, die dazu führten, dass der Schießbetrieb auf bestimmte Zeiten eingeschränkt wurde.

So kam es, dass der Verein Überlegungen anstellte, den bestehenden Schießstand zu verändern. Mit Hilfe von Spezialisten, wie Bauunternehmern und Architekten wurden alle Möglichkeiten mit den entsprechend beauftragten Vereinsmitgliedern durchgespielt. So entschloss man sich zum Bau einer kombinierten Gewehr- und Pistolenhalle, wie sie in der jetzigen Form besteht. Hierbei wurde gleichzeitig der Auswerteraum geschaffen, in dem die gesamte Steuerung der Halle untergebracht ist. Der Pistolenstand wurde nur leicht überdacht und als Bogenstand umfunktioniert. Hinter dem alten Pistolenstand entstand mit seitlichem Zugang von der Schießhalle aus ein Geräteraum der mit einer nur von innen zu öffnenden Doppeltür nach außen zum Schützenplatz versehen wurde.

Im Dezember des Jahres 1981 wurde dann der Stand von der entsprechenden Behörde zugelassen und von den Vereinsmitgliedern auf den Namen des allerersten Vorsitzenden des Vereins:


Abraham Hering-Schießstand


getauft.

Im Jahr 1989 musste dann aufgrund von geänderten Vorschriften die an der Wand und Decke angebrachte Schalldämmung entfernt werden. Im Jahre 1995 wurde dann die Halle an Decke und Wand mit besonders behandeltem Holz und speziell aufgebautem Unterbau neu verkleidet und dem Stand das heutige Aussehen gegeben. 

Quelle: Niederschrift von Günter Bläsing aus dem Jahre 1997